Der veruntreute Himmel

Typ
Film
Genre
Drama
Jahr
2001
Laufzeit
100 Minuten

Der Fernsehfilm Der veruntreute Himmel (2001) nach dem Roman von Franz Werfel erzählt die Geschichte der frommen Köchin Teta Linek, die alles opfert, um sich einen Platz im Himmel zu sichern. Jahrzehntelang finanziert sie aus ihrer kargen Haushälterin-Existenz bei der wohlhabenden Familie Argan in Wien das Priesterstudium ihres Neffen Mojmir, ohne ihn je zu sehen. Sie spart sich buchstäblich vom Munde ab, in der festen Überzeugung, durch diese Taten Gottes Gnade zu erlangen.

Die bittere Enttäuschung folgt, als Teta entdeckt, dass Mojmir sie schamlos betrogen hat und kein Priester, sondern ein Versager ist. In tiefer Krise erkennt sie ihre eigennützige Motivation und begibt sich auf eine Pilgerfahrt nach Rom, um Seelenfrieden zu finden. Dort freundet sie sich mit dem jungen Kaplan Seydel an, der ihr hilft, ihre Sünden zu bereuen. Der Film kontrastiert Tetras metaphysischen Glauben mit dem rationalen Weltbild der Argans, die vor dem Hintergrund des aufziehenden Nationalsozialismus ihren Sohn verlieren. Er thematisiert Schuld, Erlösung und den Irrglauben, den Himmel erkaufen zu können.

LGBT-Bezug fehlt; der Film ist eine tiefgründige Auseinandersetzung mit Glaube und Moral in der Zwischenkriegszeit.

Queerer Bezug: Der Film hat keinen erkennbaren LGBT-Bezug. Er konzentriert sich auf Themen wie religiösen Fanatismus, Betrug und spirituelle Erlösung.

Besetzung