- Typ
- Film
- Genre
- Komödie, Drama, Krimi
- Jahr
- 1979
- Laufzeit
- 111 Minuten
Die dritte Generation ist eine schwarze Komödie von Rainer Werner Fassbinder aus dem Jahr 1979. In West-Berlin 1978 gründet sich eine Gruppe gelangweilter Aussteiger, die sich als linksextreme Terroristenzelle versteht. Unter der Führung von Susanne Gast (Hanna Schygulla) entführen sie den Vertreter einer US-Computerfirma, ohne zu ahnen, dass sie von einem internationalen Konzern manipuliert werden. Dieser nutzt ihre chaotischen Aktionen, um den Staat zu neuen Fahndungscomputern zu zwingen. Fassbinder entlarvt satirisch die Absurdität politischen Aktionismus und Kapitalismus.
Der Film thematisiert die dritte Generation von Terroristen nach RAF und Bewegung 2. Juni, voller Zynismus und Groteske. LGBT-Relevanz ergibt sich aus Fassbinders queerer Identität und seinem Ensemble mit schwulen Darstellern wie Volker Spengler, Günther Kaufmann und Udo Kier. Homosexualität wird subtil in Beziehungen und der dekadenten Atmosphäre eingewoben, was den Film zu einem Meilenstein des Neuen Deutschen Films mit queeren Untertönen macht.
Queerer Bezug: Als Werk des offen schwulen Regisseurs Rainer Werner Fassbinder mit queeren Darstellern wie Volker Spengler und Udo Kier thematisiert der Film subtil queere Dynamiken in einer dekadenten, chaotischen Gruppe.