- Typ
- Film
- Genre
- Drama
- Jahr
- 2022
- Laufzeit
- 102 Minuten
"Living – Einmal wirklich leben" ist eine berührende Dramaverfilmung des japanischen Klassikers "Ikiru" von Akira Kurosawa, adaptiert von Nobelpreisträger Kazuo Ishiguro. Im London der 1950er Jahre, noch gezeichnet vom Zweiten Weltkrieg, führt der bürokratische Beamte Mr. Williams ein eintöniges Leben als Rädchen im Getriebe der Verwaltung. Kurz vor der Pensionierung erhält er die Diagnose einer unheilbaren Krebskrankheit, die ihn aus seiner Lethargie reißt. Er beginnt, sein Leben neu zu bewerten, sucht nach Sinn und unternimmt Schritte, um endlich etwas Bleibendes zu schaffen.
Der Film thematisiert tiefgehend die Vergänglichkeit des Lebens und den Mut, spät noch zu handeln. Unter der Regie von Oliver Hermanus, einem queeren Filmemacher aus Südafrika, gewinnt das Werk eine subtile **LGBT-Relevanz**: Hermanus' sensible Inszenierung spiegelt Themen der unterdrückten Individualität wider, die in der Ära der Kriminalisierung der Homosexualität in Großbritannien resonant. Bill Nighys nuancierte Darstellung von Williams' innerer Erweckung unterstreicht universelle Fragen nach Authentizität und Erfüllung, was besonders für queere Zuschauer*innen berührend ist.
Queerer Bezug: Der Film hat eine subtile LGBT-Relevanz durch die Regie des queeren Filmemachers Oliver Hermanus, dessen Perspektive Themen der unterdrückten Individualität und späten Lebens-Erweckung in der repressiven Ära der 1950er betont.