- Typ
- Film
- Genre
- Drama, Thriller, Krimi
- Jahr
- 2004
- Laufzeit
- 105 Minuten
- Streaming
- KinoweltTV
„Schlechte Erziehung“ (La mala educación) ist ein intensives Drama von Pedro Almodóvar aus dem Jahr 2004, das Themen wie Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche, Transsexualität, Drogensucht und queere Liebe aufgreift. Der erfolgreiche Regisseur Enrique Goded erhält Besuch von seinem alten Jugendfreund Ignacio, der ihm ein Drehbuch präsentiert. Darin verarbeitet Ignacio ihre gemeinsame Zeit in einer spanischen Klosterschule der 1960er Jahre: die erste, heimliche Leidenschaft zwischen den Jungen, den sexuellen Missbrauch durch den Priester Padre Manolo und die traumatischen Folgen.
Die verschachtelte Erzählstruktur enthüllt schrittweise Lügen und Wahrheiten, als Ignacio – nun als Transfrau Ángel – eine Hauptrolle beansprucht. Almodóvar, der selbst eine Klosterschulzeit erlebte, schafft ein sinnliches, verstörendes Porträt von Verlangen, Identität und Rache. Der Film eröffnete die Cannes-Filmfestspiele 2004 als erster spanischer Beitrag und gilt als Meilenstein des queeren Kinos, das tabuisierte Missbrauchsfälle und schwule Beziehungen schonungslos beleuchtet.
Queerer Bezug: Der Film thematisiert eine intensive schwule Jugendliebe, Transsexualität und sexuellen Missbrauch durch einen Priester, was ihn zu einem zentralen Werk des queeren Kinos macht. Almodóvar verwebt persönliche Erfahrungen mit einer kritischen Auseinandersetzung mit katholischer Repression.